ISO 26000 - soziale Verantwortung

Die ISO 26000 definiert weltweit, was gesellschaftliche Verantwortung beinhaltet. Dies betrifft vor allem Verbände, gemeinnützige Organisationen und Unternehmen, die ihre gesellschaftliche Verantwortung ernst nehmen und dies auch kommunizieren wollen.

ISO Generalsekretär Rob Steele

ISO 26000 definiert soziale und gesellschaftliche Verantwortung

„Verantwortungsvolles gesellschaftliches Handeln ist nicht mehr bloss eine Option, es ist im Begriff zu einer weltweiten Anforderung für Unternehmen zu werden“, glaubt Rob Steele, Generalsekretär der ISO. „Das Besondere an der Norm ISO 26000 (...) besteht darin, dass die Norm einen internationalen Konsens abbildet, wie gesellschaftliche Verantwortung definiert wird und welche Kernthemen relevant sind, um gesellschaftliche Verantwortung wahrzunehmen“, führt er weiter aus.

Kernfelder sozialer Verantwortung

Der Standard ISO 26000 bezieht sich dabei sowohl auf die Führungs- und Steuerungsmechanismen, als auch auf gelebte Verhaltensweisen der Organisation und deren Mitglieder. Die ISO 26000 definiert unter anderem Verbraucherbelange, Umweltschutz und Arbeitspraktiken als Kernfelder sozialer Verantwortung.

Vorteile der ISO 26000

Die Wahrnehmung und Umsetzung dieser ISO-Richtlinie hat Einfluss auf:

  • Wettbewerbsvorteile
  • Unternehmensreputation
  • Gewinnung von Mitarbeitenden, Mitglieder, Auftraggeber, Kunden, Sponsoren
  • Motivation, Engagement und Produktivität der Mitarbeitenden
  • Einfluss auf die Wahrnehmung der Investoren, Inhaber, Geldgeber, Sponsoren und der Finanzwelt
  • Auswirkungen auf Partnerschaften mit anderen Unternehmen, der öffentlichen Hand, Medien, Lieferanten, Fachkollegen, Auftraggebern und auf das Unternehmensumfeld


Orientierungsrahmen der ISO 26000

Die ISO 26000 gibt jeder Organisation, unabhängig von ihrer Grösse und ihrem Standort, den Orientierungsrahmen in Bezug auf die gesellschaftliche Verantwortung, hinsichtlich:

  • Konzepte, Begriffe und Definitionen
  • Hintergründe, Trends und charakteristische Merkmale
  • Prinzipien und Praktiken
  • Kernthemen gesellschaftlicher Verantwortung
  • Integration, Umsetzung und Förderung in der Organisation sowie im Wirkungsbereich der Organisation durch entsprechende Richtlinien und Praktiken
  • Identifizierung und Einbindung der Anspruchsgruppen
  • Kommunikation von Verpflichtungen, Leistungen und weiteren relevanten Informationen